Ausbildung

Rekordabschluss und hohe Zufriedenheit bei den Absolvierenden
Im Sommer schlossen 132 Studierende in den Bachelorstudiengängen ihr Studium ab – so viele wie noch nie in der Geschichte der PH Zug. Auch im Herbst starteten wieder zahlreiche Studierende in den Bachelor­studiengängen und im Masterstudiengang. Besonders erfreulich: In der Abschlussbefragung gaben 90 % der antwortenden Bachelor­studierenden an, dass sie sich erneut für ein Studium an der PH Zug entscheiden würden.

Das Jahr 2025 war für die Mitarbeitenden des Leistungsbereichs Ausbildung wiederum ein intensives Jahr. Einerseits galt es laufende Projekte wie den Aufbau des Masterstudiengangs Sonderpädagogik oder die Studienvariante pi weiterzuführen, andererseits wurde auch das Bachelorregelstudium weiter optimiert. Insgesamt war es ein erfolgreiches Jahr.

Weiterentwicklung der Bachelorstudiengänge

Ein an Hochschulen immer wiederkehrendes Thema sind die Präsenzregelungen. So wurden im Jahr 2025 entsprechende Fragen dazu aufgegriffen und im Leistungsbereich diskutiert. Ein Spannungsfeld entsteht beispielsweise zwischen dem Wunsch nach einheitlichen Regelungen und dem gleichzeitigen Bedarf an Flexibilität. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass sich die Module didaktisch stark unterscheiden. Auch das Bedürfnis der Studierenden nach mehr Freiheit und dem Anspruch der Dozierenden auf qualitativ gute Lernprozesse und eine sorgfältige und planbare Unterrichtsgestaltung bildet ein bekanntes Spannungsfeld. Entstanden sind Rahmenrichtlinien, die versuchen, einen möglichst sinnvollen Umgang mit solchen Spannungsfeldern zu erreichen.

Nachdem sich im Studienjahr 2024/25 vermehrt Belastungsthemen auf Seiten der Studierenden gezeigt hatten, wurden aus verschiedenen Perspektiven Analysen durchgeführt und Lösungsansätze entwickelt. Die Ausbildungsleitung legte auf das Studienjahr 2025/26 präziser fest, wie der Workload in den Modulen differenziert auszuschildern ist. Die Leitungspersonen der Ausbildung sehen es in ihrer Verantwortung, das Studium so einzurichten, dass es leistbar ist. Sie sind sich aber auch bewusst, dass das Belastungserleben bei den Studierenden sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Viele Studierende sind zudem Mehrfachbelastungen ausgesetzt, weil zum Studium Erwerbsdruck, Familienarbeit oder ähnliche Verpflichtungen hinzukommen.

Die rasanten technologischen Entwicklungen im Bereich künstliche Intelligenz (KI) fordern derzeit die Hochschulen heraus. So wurden auch an der PH Zug Richtlinien zur Nutzung von KI im Studium festgelegt. Von Anfang an war man sich dabei bewusst, dass diese Richtlinien einer kontinuierlichen Überprüfung und Anpassung bedürfen.

Im Sommer erreichte die Zahl der Bachelorabsolventinnen und -absolventen an der PH Zug einen Rekordwert.

Entwicklungen im Masterstudiengang Sonderpädagogik

Der Masterstudiengang Sonderpädagogik, Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik, befindet sich noch immer im Aufbau. Erstmals fand vor der Sommerpause die Masterprüfung «Sonderpädagogik und Inklusion» statt, mit der die erste Kohorte das Kernstudium abgeschlossen hatte. Auf den Spätsommer 2025 hin galt es, für sie die Module des dritten Studienjahrs bereitzuhalten: Es sind dies die berufspraktischen Module einschliesslich der berufspraktischen Masterprüfung und der Masterarbeit. Schliesslich erfolgten vorausschauend bereits die Terminsetzung und erste Gestaltungsideen für die Diplomfeier des Masterstudiengangs, die im August 2026 erstmals stattfinden wird.

Das Anerkennungsverfahren durch die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren für den Masterstudiengang ist noch im Gange. Die Anerkennungskommission hatte nach ihrem Evaluationsbesuch im Herbst 2024 einen Zwischenbericht erstellt, zu dem die PH Zug bis Ende 2025 eine Stellungnahme einzureichen hatte. Die Einreichung erfolgte im vorgegebenen Zeitrahmen. Nun ist Geduld gefragt bis zum Vorliegen des Schlussberichtes im Frühling 2026.

Total Studierende 2013 bis 2025 (Stand Mitte Oktober 2025)

Studierende nach Studiengängen

Interne Weiterbildungen mit dem Dozierendenkollegium

Der interne Weiterbildungstag im Januar war, wie bereits ein Jahr zuvor, der Thematik «Künstliche Intelligenz» (KI) gewidmet. Anders als im Vorjahr stand diesmal die Nutzung von KI in der Hochschullehre im Vordergrund. In einem ersten Schritt stellten einzelne Kolleginnen und Kollegen in Workshops vor, wie sie selbst in ihrem hochschulischen Tätigkeitsfeld KI einsetzen und nutzen. Darauf folgte ein Referat von Tobias Zimmermann, Leiter des Zentrums für Hochschuldidaktik und -entwicklung der PH Zürich, zum Thema «KI in der Leistungsbeurteilung an Hochschulen». Schliesslich führte Muriel Leuenberger vom Philosophischen Seminar der Universität Zürich in ethische Fragen und Problemstellungen rund um die Nutzung von KI ein. Die verschiedenen Inputs wurden danach in den Fachbereichen auf ihre Bedeutung für den konkreten Lehrbetrieb hin reflektiert.

Der Sommer-Weiterbildungstag war einem hausinternen Forschungsprojekt gewidmet: Unter der Leitung des Zentrums Mündlichkeit wurden mündliche Prüfungen untersucht, die an der PH Zug stattfanden. Nach der allgemeinen Einführung in das Projekt durch Judith Kreuz, Co-Leiterin Zentrum Mündlichkeit, folgte ein Einblick in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs zu mündlichen Prüfungen durch Stefan Hauser, Leiter Forschung und Entwicklung der PH Zug. Anschliessend wurden die Ergebnisse von ersten Auswertungen der Interviews mit Studierenden und Dozierenden gezeigt. Auch diese Ergebnisse wurden in den Fachschaften auf ihre Bedeutung für die eigene Prüfungspraxis hin reflektiert.

Für die Teamleitungen der PH Zug fand zudem eine interne Führungsweiterbildung statt, an der viele Leitungspersonen der Ausbildung partizipierten. Die Teilnehmenden können auf der Basis des vom Institut für Angewandte Psychologie (ZHAW) durchgeführten internen Kurses nun die Ergänzung zum CAS Leadership absolvieren. Dieses Angebot wurde und wird rege genutzt, was die Professionalisierung der Führungsarbeit spürbar stärkt.